Aktionsplan Lindenberg

Ausgangslage

Der Lindenberg ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Das hohe Besucheraufkommen führt besonders an Wintertagen zu Verkehrsproblemen. Zudem stehen verschiedene (Freizeit-)Nutzungen zueinander in Konkurrenz. Hier besteht schon seit mehreren Jahren ein Bedürfnis für Verbesserungen. Die Umsetzung von Massnahmen könnte beim Bau des Windparkprojekts nun konkret angegangen werden.

 

Leitsätze

Im Rahmen der Planung des Windparks wurde das Büro Planteam S (Luzern) damit beauftragt, die aktuelle Nutzung des Lindenbergs zu analysieren und einen Aktionsplan zu erarbeiten. Dieser basiert unter anderem auch auf Vorschlägen von Mitgliedern der Begleitgruppe. Der Aktionsplan Lindenberg sieht zudem die Umsetzung bereits bestehender Konzepte vor. Die Leitsätze dazu lassen sich wie folgt umschreiben:

  • Es sollen keine neuen Besucher angezogen werden.

  • Die Massnahmen sollen bestehende Zielkonflikte minimieren und zu einer guten Einfügung des Windparks führen.

  • Die Finanzierung der Massnahmen erfolgt durch die Windpark Lindenberg AG.

Massnahmen

Über die Ausführung der vorgeschlagenen Massnahmen wird die Gemeinde Beinwil (Freiamt) bestimmen. Sie erfolgen in Abstimmung mit den Eigentümern und werden vertraglich vereinbart.

Massnahme 1: Fussweg Brunnwil - Horben

Es ist eine direkte Fusswegverbindung zwischen Brunnwil und dem Horben geplant (1,2 km). Die Wegverbindungen sind grösstenteils vorhanden. Die bestehenden Bewirtschaftungs-, Feld- und Waldwege sollen miteinander verbunden werden (Abb. 1).

Abb. 1: Fusswegverbindung von Brunnwil zum Horben (Bild: Planteam S).

Massnahme 2: Ergänzung Parkplatzangebot

  • Auf der Parzelle Nr. 351 (Gemeinde Beinwil) wird ein zusätzlicher Parkplatz geplant. Die Eigentümerschaft der Parzelle ist die Alpgenossenschaft Horben (Abb. 2).

  • Der zusätzliche Parkplatz wird lediglich an Spitzentagen geöffnet.

Abb. 2: Ergänzung des Pakplatzangebots im Bereich Horbentobel (Bild: Planteam S).

Massnahme 3: Parkleitsystem

Das Parkleitsystem hilft, die Verkehrssituation zu beruhigen. Dazu sind folgende zentrale Elemente vorgesehen:

  • Verkehrsraumgestaltung um das Restaurant Horben mit Verbesserung der Parkplatzsignalisierung.

  • Infoanzeige «keine Parkplätze» an den Zufahrtsstrassen in Brunnwil und Kleinwangen.

  • Es ist zu prüfen, ob in Brunnwil ebenfalls ein Überlaufparkplatz angeboten werden kann.

Massnahme 4: Besucherlenkung

Mit der Besucherlenkung soll auch erreicht werden, dass sich kein breit gefächerter Windenergieanlagentourismus entwickelt:

  • Besuche von Anlagen finden nicht regelmässig und nur ausnahmsweise statt.

  • Wenn geführte Besuche stattfinden, ist WEA 3 die einzige Anlage, die besucht wird.

  • Hinweistafel mit Daten zur Anlage bei WEA 3.

Massnahme 5: Jagd

Es sind Massnahmen zur Schonung der Jagd vorgesehen. Diese werden im Kapitel Wald und Jagd, respektive auf dem entsprechenden Ausstellungsplakat Jagd beschrieben. Die wichtigste sichtbare Massnahme ist die Anlage einer Niederhecke (Abb. 3) zur Verbesserung der Vernetzungssituation für Wildsäuger Richtung Tobelwald.

Abb. 3: Geplante Niederhecke im Bereich Grod (grüne Linie). Durch die Hecke gelangen Wildtiere besser zur oben rechts ersichtlichen Hecke. Dies verbessert die Vernetzung des Groderwaldes Richtung Reusstal (Bild: B+S Ingenieure).

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