Wald und Jagd

Abb. 1: Felder und Wald auf dem Lindenberg (Bild: Windpark Lindenberg AG).

An das Richtplangebiet Lindenberg grenzt im Westen ein Waldgebiet an. Im Zentrum des Windparkgebietes befindet sich zudem der Groderwald.

Im Rahmen der Variantenstudie musste daher auch der Frage nachgegangen werden, ob ein Waldstandort in Betracht zu ziehen ist. Dazu wurde eine Waldbegehung mit kantonalen Stellen und Interessengruppenvertretern durchgeführt. Dabei wurde bald klar, dass Standorten auf dem freien Feld der Vorrang zu geben ist.

 

Die Auswirkungen auf das lokale jagbare Wild wurden bei der Umweltverträglichkeitsprüfung untersucht und im Rahmen des Interessengruppenprozesses besprochen.

 

Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, dass während des Baus der Windenergieanlagen das Wild den angrenzenden Wald meiden wird. Im Vortrag des Wildtierspezialisten des Beratungsunternehmens B+S wurde klar, dass das Wild den Bereich der Baustelle nach Abschluss der Bauarbeiten aber wieder besiedeln wird. Untersuchungen an einer Windenergieanlage in Haldenstein (GR) zeigen, dass Rothirsche sich bis 150 m an eine Windenergieanlage im Betrieb wagten und dort ruhten.

Mit einem Besucherkonzept soll die Lenkung der Besucher so erfolgen, dass bereits heute bestehende Störungen durch Freizeitaktivitäten nicht weiter verstärkt oder gar gemindert werden können. Mit der Anlage einer neuen Hecke wird die Vernetzung des Groderwaldes und damit des Waldes entlang des Lindenbergs mit dem Reusstal gefördert. Dies ermöglicht es dem Wild in Zukunft besser, sich in der Landschaft artgerecht fortzubewegen.

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