Grundwasser

Abb. 1: Schnitt durch den Lindenberg bei Müswangen (Grafik Jäckli Geologie AG/Windpark Lindenberg AG)

Geologischer Aufbau des Lindenbergs

 

Das Bild links zeigt einen Schnitt durch den Lindenberg auf der Höhe der Müswanger Allmend. Der Lindenberg ist hier aus kiesreichen und lehmigen (feinanteilreichen) Schichten aufgebaut. Das Grundwasser im Lindenberg stammt aus Niederschlag. Dieser läuft in die kiesreichen Schichten ab.

 

Gegen unten dichtet die Molasse (Sedimentgesteine) den Grundwasserkörper ab. Ein Seitenmoränenwall dichtet den Grundwasserkörper gegen das Reusstal ab. Seitenmoränen sind durch Gletscher abgelagerte Schuttmassen. Das Mittelland war in der letzten grossen Eiszeit grossflächig von Gletschern überzogen.

Bei der Suche nach den idealen Standorten für die Windenergieanlagen wurden zunächst die  bestehenden Grundwasserschutzzonen (S1-S3) eingehalten. Zudem wurde darauf geachtet, dass die bis zu 4.5 m tief in das Erdreich reichenden Fundamente auch sonst nicht in wasserführende Kiesschichten zu liegen kommen, damit das Grundwasser nicht beeinträchtigt werden kann.

Die WEA sind im Innern zudem mit mehreren Sicherungsmassnahmen ausgestattet. So kann mit Sensoren und Auffangwannen das Aussickern von Öl in die Umgebung verhindert werden. Hinzu kommen je nach Bedarf Entwässerungsanlagen im Bereich um die WEA. Diese bieten zusätzlichen Schutz.

Mit der Geologie des Lindenbergs und dem Markierversuch beschäftigte sich die Begleitgruppe in den Sitzungen 3 und 11.

Abb. 2: Baggerschlitz und Einschwemmen des Markierstoffes mit 1000 Liter Wasser (Bilder: Jäckli Geologie AG).

Mehrfachmarkierversuch

 

Das Geologiebüro Jäckli arbeitet seit vielen Jahren für die Wasserversorgung auf dem Lindenberg und hat hier Grundwasserschutzzonen ausgeschieden. 

Zur Klärung der Frage, ob Fliesswege durch den Bau der Fundamente der Windenergieanlagen unterbrochen werden könnten oder ob Stoffe in die Trinkwasserversorgung gelangen könnten, wurde durch das Geologiebüro Jäckli 2019 ein Mehrfachmarkierversuch über ein gesamtes Jahr durchgeführt. 

Resultate

 

Der Markierversuch hat gezeigt, dass keine Wasserwegsamkeiten von den WEA Standorten zu den öffentlichen Quell- und Grundwasserfassungen in Beinwil und Hitzkirch bestehen.

 

Eine Verminderung des Grundwasserflusses oder dessen Verunreinigung aufgrund des Baus der Windenergieanlagen ist nicht zu erwarten.

Grund dafür ist, dass keine Wasserwegsamkeiten von den Fundamentstandorten zu den öffentlichen Trinkwasserfassungen bestehen.

 

Die für Beinwil wichtige Grundwasserfassung Schürboden ist durch lehmreiche Schichten im oberen Bereich gut geschützt. Das genutzte Grundwasser läuft hier auf einer Tiefe von 23.5 m und in einer zweiten Schicht auf 33.6 m Tiefe. Die Fundamente reichen aber maximal 4.5 m tief in das Erdreich.

Durch das Abhängen von Drainagen können zwei private Quellen, die durch diese Drainagen gespiesen werden, vom Standort der Windenergieanlage abgekoppelt werden.

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